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Lust & Laune

Der kreative Wahn der Elenor Avelle

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Der chauvinistische Welpe und die revolutionäre Jungfrau

Es ist nicht so lange her, da habe ich mir den Film Valerian angesehen. Mir hat der Trailer gefallen und ich bin in allen Aspekten ein Liebhaber von Science Fiction Geschichten. Die Erwartungen waren nicht sehr hoch, da ich außer dem Trailer sonst keine Hintergrundinformationen hatte und dann wartete der Film mit einem kolossalen Start auf. Bildgewaltig, detailreich und fantastisch. Die Alienvölker, die Animationen, die Choreografie, die Musik, der Humor, alles stimmte, um diesen Film zu einem meiner neuesten Lieblingsstreifen werden zu lassen.
Dann lagen die beiden Hauptprotagonisten Valerian und Laureline – beide hochrangige Agenten der Regierung der menschlichen Territorien – plötzlich in einem künstlichen Strandambiente aufeinander, als Laureline ihrem Vorgesetzten Valerian die neuen Befehle weitergeben will und er sie daraufhin anmacht. So weit so gut, kann man machen. Er ist ein Weiberheld und zieht alle Register, um bei ihr zu landen. Sie ist eine gebildete, eigenständige Soldatin, die weiß, dass das nicht gut gehen kann und lässt ihn abblitzen. Dass Valerian den ganzen Film hindurch wieder und wieder versucht, bei ihr zu landen ist auch unproblematisch, da es zu dem Charakter passt, der ihm zu Beginn zugesprochen wird.
Was mir den ganzen Film allerdings verdorben hat, war die erzwungene Charakterwandlung. Sie beginnt von seiner Seite mit, „Ich bin ein Arschloch, aber du wirst mich trotzdem nehmen!“ und endet von ihrer Seite mit, „Ja ich heirate dich.“ Als ein Mensch, der immer und überall Liebesgeschichten genießen kann, habe ich meine Freunde schockiert, als ich sagte: „Diesem Film hätte es wirklich gut getan, wenn sie die Liebesgeschichte gestrichten hätten. Die hat ihn kaputt gemacht.“ Und genau so empfinde ich den Film. Als der Abspann lief, saß ich da und wollte mich über die tollen Eindrücke freuen, konnte es aber nicht, weil ich so genervt war.
Charaktere leben von ihrer Authentizität. Autoren wissen, dass es essentiell ist ihnen Tiefe zu geben, über ihre Beweggründe nachzudenken und ihrem Handeln einen Sinn zu geben. Charaktere können sich wandeln, aber das geht nur, wenn es dafür auch Ursachen gibt. Wer wacht schon morgens auf und stellt fest: „Ey, ich habe mein Verlangen nach Abwechslung bei Frauen verloren, ab jetzt bin ich treu.“
Kaum hatte ich mich halbwegs in einen der beiden Hauptcharaktere hineinversetzt, wurde ich wieder hinaus katapultiert, angefangen bei Laureline. Sie ist eine Agentin der Zukunft, ein Sergeant mit Kampferfahrung, die in einem Zweier-Team Regierungsaufträge auszuführen hat. Aber wie zum Teufel ist sie auf diesen Posten gelangt? Ständig gerät sie in Schwierigkeiten und soll geopfert werden, wie eine Prinzessin aus dem Märchen und statt sich selbst zu helfen, schreit sie in einer Tour „VALERIAN“ damit er kommt, um sie zu retten. Das passt einfach nicht zusammen und ich fragte mich: „Was denn nun, ist sie eine hilflose, kreischende Prinzessin oder eine widerspenstige, kampflustige Agentin?“ Es gibt beides und für beides kann ein Autor sich entscheiden, aber die starke Agentin der Zukunft ständig nach ihrem Partner kreischen zu lassen, wenn sie mal wieder in Gefahr ist, geht gar nicht. Ihr ab und an aufpoppender Eigensinn ist es auch, der sie ständig in Käfigen enden lässt, denn die doofe kleine Agentin macht einfach nicht das, was ihr cooler Held sagt, nämlich draußen warten. Das ist eine häufige Anweisung an unsere Protagonistin, sie soll draußen aufpassen und darf nicht mit. Was ist denn das für ein Team und wie zum Teufel ist sie so Sergeant geworden?
Aber nicht nur Laureline ist ein Bäumchen wechsel dich, auch unser artistischer Superagent Valerian ist ein Charakterchamäleon. Eigentlich ist er ein Chauvinist, der eine Hitlist seiner Eroberungen führt und möchte Laureline dieser Liste gerne hinzufügen. Soweit war er als umtriebiger Macho glaubwürdig. Doch dann bekehrt unsere holde Maid den Helden irgendwie (seinen Namen zu kreischen war vielleicht eine Zauberbannformel. Auf mich hat es jedenfalls gewirkt, denn mich überkam dann immer ein Bedürfnis sie zu würgen), und er erkennt zwischen den zahllosen Rettungsmanövern und dem tollen Teil der Science Fiction Handlung, was wahre Liebe ist und platzt mit dem Heiratsantrag heraus. Mit seinem unwiderstehlichen Welpenblick ist die Wandlung zum Helden ohne Fehl und Tadel dann komplett. An der Stelle dachte ich nur noch „AUA“ und wünschte mir die ganze Liebensbeziehung weg.
Im Nachhinein habe ich mich gefragt, woran es lag, dass die Charaktere so merkwürdig gestaltet waren. Lag es daran, dass sie Grundgeschichte aus Comics aus den 60er Jahren stammt und Frauen zu der Zeit als Figur zwar was hermachten, aber dann bitte als Kommunikationsoffizier, wartend vor der Tür oder als zu rettendes Objekt? Es kommt mir fast vor, wie der Zwang die 60er Jahre Frauenfigur zu modernisieren und sie stark darzustellen. Doch das ist leider missglückt. Es wäre schön gewesen, wenn sich die Macher des Films für einen glaubwürdigen Charakter entschieden hätten. Geltungsbedürfnis und Untreue lassen sich nicht mit einem magischen Zauberkreischen aus der Welt schaffen und Frauen verfügen nicht über die Allmacht aus Machos integrere Gentlemen zu formen. Wieso sich die Geschlechterbilder vom bekehrten Badboy und der schwachen Revolutionärin momentan einer so großen Beliebtheit erfreuen, verstehen ich nicht. Sie sind ein Wiederspruch in sich. Sehr schade.

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Der legalisierte Täter

Wenn du nicht willst, dass du Schaden nimmst, dann pass dich an. Diese Mentalität verfolgt mich schon mein ganzes Leben.
Ich war in der Schule nie beliebt, denn ich habe so viele Ecken und Kanten, dass ich ständig hängen bleibe. Als Erwachsene spielt es kaum noch eine Rolle, aber als Jugendliche, tat ich mich schwer. Ich habe einfach nicht getan, was alle getan haben. Stattdessen hatte ich mit Fünfzehn noch Barbies, weil meine Mutter umwerfende Kleider und Accessoires genäht hat und ich mit Wonne aus Schachteln Möbel gebastelt habe. Ich habe meine Disney-Stickerhefte nicht versteckt, sondern in der Schule dabeigehabt und ich habe auch als Teenager noch mit meinem Stofftier geschlafen und kein Geheimnis daraus gemacht. Meine Klamotten waren gemütlich und bunt. Ich habe nicht geraucht, nicht getrunken, kein Make-Up benutzt. Ich war out, ein Loser, wie er im Buche steht. Dafür habe ich viel einstecken müssen, denn wer sich nicht anpasst, lädt quasi dazu ein, mit der Heckenschere anzurücken, um zurechtgestutzt zu werden.
Bei meinem Sohn erlebe ich es erneut. „Er muss härter im Nehmen werden“, ist der allgemeine Ratschlag.
Merkt ihr was? Täter sein ist okay. Die Botschaft: Wenn du ein Opfer bist, dann machst du was falsch.
Genau das spiegelt auch die aktuelle Debatte zum Hashtag #OhneMich wieder. Hierbei geht es wortwörtlich um eine andere Verpackung, aber der Inhalt ist der gleiche. Die Täter werden in Schutz genommen und die Betroffenen dazu aufgefordert sich zu ändern, damit sie die Täter nicht provozieren. Aber klar, wenn schon bei Kindern und Jugendlichen kommuniziert wird, dass es vollkommen normal ist, Täter zu sein, dass es an der Provokation durch die Opfer liegt, dann werden diese Kinder auch als Erwachsene Täter bleiben.
Die #OhneMich Diskussion ist viel mehr, als die Frage, ob Frauen lieber schwarze, flatternde Kutten ohne Make-Up tragen sollten. Es geht um unsere Einstellung zum Unrecht.

Das ist keine Toleranz, das ist dem Hass eine Bühne geben

Ich war in diesem Jahr das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse. Einen ganzen Tag habe ich für dieses Event reserviert und das, obwohl ich im Oktober keine Termine frei habe. Doch es war mir sehr wichtig, nachdem ich mich ein Jahr lang als Autorin in die sozialen Medien eingearbeitet habe, einen Eindruck von der Frankfurter Buchmesse zu gewinnen. Mein Interesse war vielschichtig und ich hatte einen Plan, welcher Artikelthemen ich mich annehmen will.

Mein Messebesuch war fantastisch. Von elf bis achtzehn Uhr war ich am Samstag an der Seite von Eva-Maria Obermann auf dem Gelände unterwegs. Es gab so viel zu sehen, dass ich zwischenzeitlich von den Eindrücken erschlagen war. Ich merkte schnell, dass es die Fachbesuchertage nicht ohne Grund gibt, denn in dem Gewühl, das am Wochenende in den Hallen herrscht, ist es so gut wie unmöglich, Recherche zu betreiben und sich Zeit für ein entspanntes Gespräch zu nehmen.
Am wertvollsten erschien mir in dieser Hinsicht tatsächlich die Zeit, die wir pausiert haben. Während Eva für eine Widmung von Valeria Docampo anstand, habe ich in Ruhe die Menschen um mich herum beobachtet. Die Vielfalt der Stände war mir schon aufgefallen. Aber auch die Besucher waren von überall hergekommen. Eltern hatten ihre Kinder dabei, und unter ihnen war nicht nur das klassische Familienmodell, Freunde jeden Alters waren zusammen unterwegs, Menschen in Kostümen tummelten sich dazwischen und ich hörte viele verschiedene Sprachen. Die Stimmung war offen und frech. Gerade in Anbetracht dessen, dass ich mir der kontroversen Diskussion über die Verlage, die der rechten Szene zugeordnet werden und ebenfalls auf der Messe einen Standplatz erhalten hatten, bewusst war, haben mich die schönen Eindrücke versöhnt.
Ich fuhr in der Gewissheit nach Hause, dass ich einen Artikel über genau dieses Thema schreiben will: Bücher sind bunt und das ist die Messe auch.
Kaum war ich Zuhause angekommen und wollte meine Fotos online stellen, las ich die ersten Mitteilungen zu den Ausschreitungen, die kurz nachdem ich gegangen war, losgegangen sein müssen. Ich las den Namen Höcke und runzelte irritiert die Stirn. Politik auf der Buchmesse? Dann folgte die offizielle Stellungnahme der Messeleitung, und ich fiel aus allen Wolken. Da kommt es zu gewalttätigen Übergriffen und die Reaktion dazu ist, wir verurteilen das, aber waschen unsere Hände in Unschuld? Wer tolerant sein will, der muss auch andere Meinungen tolerieren, ist das Entschuldigungsmäntelchen, in das die Verantwortlichen schlüpfen. Doch ist ihnen nicht bewusst, dass sie ihre Grundsätze aushebeln, wenn sie Messeteilnehmer zulassen, die sich aggressiv gegen Toleranz stellen? Toleranz ist nicht unendlich. Sie endet dort, wo die Intoleranz beginnt. So ist es auch mit der freien Meinungsäußerung. Sie entschuldigt keine Straftaten. Beleidigungen und Hetzreden fallen nicht mehr unter den Schutz des Grundgesetzes und das aus gutem Grund, denn ohne Grenzen herrscht Anarchie.
Die Messeleitung hat sich bewusst dazu entschieden, diese Grenzen nicht einzuhalten. Stattdessen wird Menschen eine Bühne geboten, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Das ist keine Toleranz mehr, sondern Förderung rechtsradikaler Inhalte.
Ich kann meinen Artikel zur bunten Buchmesse nicht mehr schreiben und ich will es auch nicht. Denn das Schlimme daran ist, dass es schon von Beginn an falsch war. Wie können wir uns für unsere Toleranz und Offenheit selber auf die Schulter klopfen, wenn zugelassen wird, dass direkt neben uns Angst und Hass geschürt werden. Was nun?
Die Frankfurter Buchmesse 2017 ist vorbei. An dem, was dort geschehen ist, können wir nichts mehr ändern. Aber wir können daraus etwas lernen. Es ist an uns, dem Hass keine Bühne zu geben, weder auf der Buchmesse noch außerhalb. Wir dürfen nicht schweigen. Gerade in Anbetracht dessen, dass Bilder von der Frankfurter Buchmesse auf einschlägigen rechten Profilseiten dazu genutzt werden, gezielt nach der Identität vermeintlich linksradikaler Personen in der Menge zu suchen, als wären wir kurz davor, die SS wieder auf die Straßen zu schicken. Liebe FBM Leitung, das muss doch endlich mal Konsequenzen haben.
Was die Buchmesse 2018 angeht: Sollte die Messeleitung auch dann wieder Verlage mit rechtsradikalen Inhalten zulassen, müssen wir zusammenfinden.
Schon dieses Jahr hatten wir im Nornennetz überlegt, uns zu einem Flashmob zu formieren und zu singen. Wir wollten so unseren Protest gegen Hass und Gewalt zum Ausdruck bringen. Genau das sollten wir alle 2018 tun, so laut singen, dass der Hass nicht mehr zu hören ist. Singen statt schreien. Denn die Messe gehört den Büchern und nicht der Gewalt.

Andere Artikel zu dem Thema:
Sven Hensel #FBM17 – Frankfurter braune Messe 2017
Nike Leonhard Buchmesse, Meinungsfreiheit und rechte Verlage
Bücherkrähe Nazis auf der FBM, Blogger gegen Blogger, und was wir tun sollten
Jasmin Zipperling Warum es keinen Die-FBM-war-so-mega-toll-Beitrag geben wird
Inko f Books Nazis auf der FBM, das Paradoxon der Intoleranz und die Reaktionen darauf
Schreibtrieb Die Buchmesse: von Vielfalt und Reaktion
Wiebke Tillenburg Nazis auf der Buchmesse

Der Mechanismus des Wahnsinns


Es ist gar nicht so lange her, da hatte ich eine Zweite-Weltkrieg-Phase. In dieser Phase las und hörte ich Geschichten über Weltereignisse, die sich mit den Schrecken befassen, wenn Menschen im Rudel austicken und anfangen, sich gegenseitig und systematisch zu quälen und umzubringen. Das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber den Geschehnissen in der Welt war an meiner Phase bestimmt nicht unbeteiligt.
Ich schätze Ken Folletts historische Romane. Sie beleuchten in lebendiger Weise Aspekte, die mir in der Schule mit knochentrockenen Fakten nach der zehnten Wiederholung zu den Ohren rausquollen, und erzählen mir von ganz anderen Blickwinkeln, die im Rahmenplan aus Zeitmangel jedes Mal unter den Tisch fielen.
In Winter der Welt erleben wir unter anderem eine deutsche Familie, die an die Demokratie glaubte, bis sie unter den Machenschaften der NSDAP zerbricht. Diese Partei wurde nicht von der Mehrheit der Deutschen gewählt, doch ihre Skrupellosigkeit überraschte die Demokraten, und dann war es zu spät. Gewalt überrollte die ungläubigen Bürger, Hass steckte frustrierte Menschen an, und der Mechanismus des Wahnsinns war aktiviert.
Dieser Punkt ist es, der Mechanismus des Wahnsinns, der mir im Augenblick die meiste Angst macht. Wir leben in einem Land, in dem wir an Bequemlichkeit gewöhnt sind. Wir haben Erste-Welt-Probleme. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich jeder Mensch, bis auf ein paar unrühmliche Ausnahmen, stets seiner Vernunft bedient, um Entscheidungen zu treffen. Wir sehen zwar, dass es in anderen Ländern anders läuft, aber das sind für uns nur Gedankenkonstrukte, wie die Geschichtserzählungen über den Zweiten Weltkrieg. Es ist für uns nicht real genug, um zu erkennen, dass der Mechanismus des Wahnsinns überall ausgelöst werden kann.
Die Geschichte ist voller Beispiele dafür, dass die niederen Triebe in uns lauern, wie ein Herpesvirus. Sobald unser Immunsystem (hier wäre es, die Fähigkeit logisch zu denken) durch äußere Einflüsse (beliebtestes Mittel ist die Angst) geschwächt wird, schlägt das Virus zu. Vorrangige Triebe, die unsere hochgelobte Fähigkeit, uns durch den Verstand und die Vernunft vom bloßen Tier zu unterscheiden, außer Kraft setzen können, sind Hass, Neid und Gier.
Ich habe vor kurzem Free State of Jones gesehen. Zum einen fand ich den Film sehr interessant, weil er, ähnlich wie Winter der Welt, Mitternachtsfalken und Die Leopardin von Ken Follett, ein Thema aufgreift, das zwischen den kolossalen Ereignissen der aufeinanderprallenden Kräfte kaum zur Sprache kommt. Kriegsgeschichten reduzieren uns auf die Bevölkerungsgruppe, zu der wir gehören, ungeachtet dessen, was wir zu der Zeit tatsächlich getan haben. Wenn wir an die Südstaatler denken, dann ist das die Gruppe von Leuten, die Sklaven gehalten hat und dafür in den Krieg gezogen ist, um das Unrecht aufrechtzuerhalten. Genauso ergeht es den Deutschen mit dem Zweiten Weltkrieg. Wir teilen die Gruppen in Gute und Böse auf, auch wenn wir natürlich wissen, dass es unter den Guten auch Leute gab, die schlimme Dinge getan haben und unter den Bösen Menschen, die alles geopfert haben, um das Richtige zu tun.
Wir fragen uns trotzdem, warum die Guten unter den Bösen nicht mehr getan haben. Oft sind es nur sehr wenige wirklich kranke Menschen, die solche Untaten initiieren und Kriege vom Zaun brechen, um ihre Triebe zu befriedigen. Aber warum folgen wir ihnen? Warum lassen wir uns von ihrem Wahnsinn anstecken?
Ich denke, dass es daran liegt, dass Hass und Wut zu allem bereit sind, während das Gewissen uns zur Mäßigung anhält. Weil es leichter ist, nichts zu tun. Weil wir unsere Ängste überwinden müssen, die gekonnt gegen uns eingesetzt werden.
Der Mechanismus des Wahnsinns wandert, bleibt gerne länger, wo Armut und Hunger alles noch schlimmer machen. Aber er macht auch vor unserer Tür nicht halt. Er hat uns wieder erreicht Der Spruch ˈWehret den Anfängenˈ hat mehr Bedeutung, als die bloße Aufforderung, nicht mitzumachen. Hier geht es darum, zu erkennen, wenn sich jemand anschickt, den Mechanismus des Wahnsinns erneut zu starten. Denn wenn es erst einmal losgeht, dann ist es zu spät. Einen Zug davon abzuhalten, loszufahren ist leichter, als ihn zu stoppen, wenn er erst einmal in voller Fahrt ist. Darum ist es jetzt wichtig, nicht darauf zu warten, was passiert und zu hoffen, dass die AfD vernünftig sein wird. Die NSDAP hatte auch keine Mehrheit, aber ihre Anführer waren zu allem bereit. Wir dürfen nicht akzeptieren, wenn Unrecht begangen wird. Wir schreiben und klären auf mit #wirschreibenDemokratie.

Weitere Beiträge zu dem Thema:
Frau Schreibseele
Nike Leonhard
Möchtegernautorin
Nora Bendzko
Büchnerwald

Lass deine Taten sein wie deine Worte. Und deine Worte wie dein Herz. (Ludwig Uhland)

Die innere Social-Media-Schlacht

Vor einem Jahr habe ich als Autorin den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt.

Die veränderten Strukturen auf dem Buchmarkt, machen es immer schwerer einen Verlag zu bekommen, denn die Verlage legen lange nicht mehr so viel Wert auf ihre Midlist wie früher. Wer keinen Namen hat, bekommt nur selten die Chance sich einen zu machen.

Die Alternative ist das Selfpublishing. Zu einem kleinen Preis können Autoren ihre Bücher über einen Anbieter wie BoD selbst verlegen. Das bedeutet eine Menge Eigenarbeit und Selbstverantwortung. Für einen Neuling ist das ein kaum zu überblickendes Feld an Fragen und Möglichkeiten.

Wichtig beim Selfpublishing, du bist dein eigener Werbemanager. Wenn du keine Werbung für dein Buch machst, dann macht es keiner.  Ich habe mir einen Namen gegeben und bis ins WWW hinaus geschwommen. Mein Resümee, es ist ein Abenteuer. Mittlerweile habe ich einen Twitteraccount, ein Facebookprofil nebst Seite, einen Instgramaccount, eine Website und bin bei YouTube. Ich habe Tipps inhaliert, wie man die einzelnen Seiten bedienen sollte, habe Pläne erstellt um Inhalte zu bieten und mich damit verrückt gemacht, liefern zu müssen. Nach einem Jahr intensiver Nutzung sozialer Medien, habe ich die himmlischen und die teuflischen Seiten des öffentlichen Autorenlebend im Internet durchlebt.

Was ich für die Zukunft daraus gelernt habe ist folgendes:

  • Es ist wunderbar und unersetzlich sich über die sozialen Medien mit anderen Autoren zu vernetzen.
  • Probiere alle Kanäle und Möglichkeiten aus
  • Lies die Tipps und Tricks, die du bekommen kannst

und dann

  • Finde dein eigenes Ding
  • Nutze die Kanäle, mit denen du gerne arbeitest
  • Mach es so, wie es für dich funktioniert

Es ist so einfach in einen medialen Wahn zu verfallen und dabei die Leidenschaft zu verlieren. Soziale Medien fressen enorm viel Zeit und es ist wichtig zu lernen, sie auch mal beiseite zu lassen. Nicht jede Plattform liegt dir und das ist okay, denn das was du mit Leidenschaft betreibst, ist das, was dein Publikum zu schätzen weiß.

Ich persönlich habe ein großes Problem damit regelmäßige Beiträge zu machen. Aber ich bin nun einmal ein Phasenmensch. Was kommt, das kommt, wenn es eben kommt. Dafür kommt es mit all meiner kreativen Leidenschaft.

Ungewöhnliche Helden und mein neues Logo

Wochenlang habe ich jetzt an meinen Visitenkarten gebastelt und designt. Dabei ist auch gleich mein neues Logo entstanden.

Lustiger weise war der rote Hut eigentlich gar nicht geplant. Er kam per Zufall und jetzt kann ich ihn mir nicht mehr wegdenken. Er gehört zu meinem Autoren-Ich dazu.

Während ich meine Visitenkarten entworfen habe, dachte ich die ganze Zeit: Du bist so langsam. Das muss alles schneller gehen. Du hast schon wieder nichts getweetet oder gepostet. Instagram müsste mal wieder bedient werden. Deine WordPressseite müsste viel öfter Beiträge bringen. Du musst mehr lesen, damit du Bücher rezensieren kannst. Das Buch des Monats im August schaffst du nicht.

Die Sozialen Medien und die Werbung, die man dort für sich und seine Werke machen muss und das Netzwerken, das alles ist große Klasse, aber es frisst auch sehr viel Zeit und wenn ich dauernd daran denke, dass ich meinen eigenen Ansprüchen nicht genüge und mehr machen müsste, dann kostet es mich auch die gute Laune.

Dann denke ich an Sisyphos und stelle fest, wie so oft, dass er mein Held ist. Es motiviert mich an ihn zu denken, der Sache einen Namen zu geben und irgendwie fühle ich mich dann nicht mehr machtlos und klein. Warum, weiß ich nicht genau.

Jetzt lehne ich mich zurück, genieße den Anblick meiner fertigen Visitenkarte und meines Logos, ich genieße die Ferienzeit mit meinen Kindern und spiele mit ihnen.

Ich schaffe das, was mir möglich ist und gebe mein Bestes, mehr sollte ich von mir selbst auch nicht verlangen und anerkennen, was ich geleistet habe, dass ich Freude daran hatte und stolz auf mich sein kann.

Jetzt wird es persönlich

Es gibt so viel zu tun und so viel zu arbeiten, aber ich will euch den dritten Teil von #BuchdesMonats Juli nicht vorenthalten. Normalerweise schreibe ich in diesem Teil alle Gedanken auf, die mir beim Lesen so durch den Kopf schießen, aber da es hier um mein eigenes Buch geht, muss ich das ganze ein wenig anders aufziehen.

Als Autoren kennen wir es alle, den Eigenwillen unserer Charaktere. Auch die Figuren aus Infiziert haben einen starken Eigenwillen. Da ich nicht viel plotte, wenn ich eine Geschichte zu Papier bringe, ist das auf der einen Seite gut, weil sie mir mit ihren Sperenzchen bei der Entwicklung des Plots helfen, auf der anderen Seite wundere ich mich zum Schluss, wo die Leute hin sind, die ich mir eigentlich vorgestellt habe und wer diese ganzen anderen Typen sind.

Infiziert begann mit einem Traum. Wir waren in einem Haus mit Ikea Möbeln und unbehandelten Fensterrahmen, die nach Holz gerochen haben. Keine Ahnung was das für seltsame sensorische Details waren, aber diese Kleinigkeiten haben sich so sehr eingeprägt, dass sie mir auch nach Jahren noch voll bewusst sind. Draußen stromerten die Untoten durch einen Familiengarten, in dem eine Kinderschaukel stand. Die Frau von der ich träumte war tough, während alle anderen total panisch schrien und damit natürlich eine Hetzjagd eröffneten. Zombies wollen schließlich fressen. Und dann waren da noch die Anderen, geheimnisvolle Leute, von denen man sich fernhalten sollte. Kernszene des Traums war die Begegnung der Heldin mit einem der Anderen. Sie rutschte über Schotter ins Halbdunkel einer alten Steinbrücke. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Doch statt Untoter traf sie unerwartet auf ihn, wie er dort mit seinem Motorrad stand und nach irgendwas suchte. Mehr Geschichte offenbarte mir der Traum nicht, aber er war so voller Impressionen und Emotionen, dass ich daraus eine Geschichte entwickelt habe.

Wie Charlie zu ihrem Namen kam ist auch eine Erzählung wert. Ich hörte damals ständig Replay von Iyaz. Ich sang immer lauthals mit, weil ich fand, dass der Text ganz toll aus der Sicht von unserem geheimnisvollen Liam gesungen werden könnte, der die Heldin nicht mehr aus dem Sinn bekommt. Ich sang, Charlie´s like a melody in my head, und dachte, hey, Charlie ist doch ein toller Name für meine Heldin. Später musste ich dann feststellen, dass er gar nicht Charlie, sondern Shawty singt, aber noch heute singe ich stattdessen Charlie. ^^

Vom Grundkonzept sollte es also eine Liebesgeschichte im Zombiesetting werden. Die Liebesgeschichte ist in Grundzügen auch geblieben, doch sie rückte mehr und mehr in den Hintergrund, als plötzlich die Leute durchdrehten, diese geheimnisvollen Anderen, und nach mehr Raum in der Geschichte verlangten. Es tauchten ganz neue Leute auf und wollten mitmachen. Meine Charaktere sahen die Welt ganz anders als ich. Rafael, der Anführer von Charlies Gruppe zum Beispiel, war nie so beschützend und eifersüchtig geplant und Gill kam unangemeldet daher und entwickelte sich zum Lieblingscharakter der Testleser. Die Zombies selbst hatten auch so ihre Vorstellung warum sie in der Geschichte vorkommen wollen und das es eine Botschaft ist und kein schlichter Unterhaltungswert.

 

Da viele Gill so lieben und einige sich mehr Informationen über das Davor gewünscht haben, entstand ein Spin-Off mit Gill als Hauptcharakter. Er war sehr eigenwillig und hat darauf bestanden, mehr von dem Davor zu erzählen, als ich eigentlich geplant hatte und unverhofft sind ein paar neue Figuren dazugekommen, die auch den Hintergrund der Anderen noch mehr beleuchten. Der Arbeitstitel ist Gefesselt und wird Infiziert in die Öffentlichkeit folgen.

Im letzten Teil von #BuchdesMonats kommt noch mein Fazit. Auch das wird ein wenig anders als sonst. Seid gespannt.

 

LitCampHD verleiht Flügel

Babsi aka @blues1ren, Eva aka @Variemaa und Elenor Avelle aka Nora

Es war mein erstes LitCamp, meine erste öffentliche Aktion als Autorin in persona überhaupt. Ich hatte, bis auf eine Ausnahme, niemanden bislang persönlich getroffen, kannte die Lokation nicht, wusste so gut wie nichts über den Ablauf und war als introvertierter Mensch sehr aufgeregt.

Die persönliche Vorstellung gruselte mir, doch die entpuppte sich als kurz und knackig. Den Namen und drei Hashtags bekomme selbst ich heraus, ohne mit dem Stammeln anzufangen und ich entdeckte in den Reihen dadurch alle möglichen Leute, die ich von den sozialen Plattformen kenne und sie entdeckten mich.

Insgesamt war die Atmosphäre locker und angenehm. Kinder und Hunde waren willkommen.

Vom Sessionangebot war ich vollkommen überrollt und wusste im ersten Moment gar nicht, was ich machen soll und hatte schnell alles wieder vergessen. Es fiel mir auch schwer die Zettel den Leuten zuzuordnen, die ihre Sessions vorgestellt hatten. Es waren einfach so viele Eindrücke auf einmal.

Lustigerweise ist bei mir aber keine große Hektik ausgebrochen, denn die Organisation war so angelegt, dass man entspannt aus jedem Raum rein und raus konnte und es nicht schlimm war, dass ich in die erste Session ein paar Minuten später hineinkam, weil ich den farbigen Linien in die falsche Richtung gefolgt war. Wegweisen mittels farbiger Linien war übrigens ein großartiges Konzept, um es den Teilnehmern möglichst leicht zu machen, den richtigen Raum zu finden. Überhaupt hatten die Organisatoren an so viele Kleinigkeiten gedacht, die im Großen und Ganzen bei vielen Veranstalter einfach untergehen. Sonnencreme, ein Pool, transportable Zusatz-Akkus für Handys und und und.

Meine erste Session war auch gleich ein Volltreffer. Ich war bei Janet Clark, die über die Chancen und Risiken der Digitalisierung gesprochen hat. Das ist ein Thema, das wesentlich mehr Raum und Aufmerksamkeit erlangen sollte, denn jeder einzelne Autor, ob Verlagsautor oder Selfpublisher, ist von der Preisspirale betroffen, die die Veränderung des Buchmarktes durch die Digitalisierung mit sich bringt. Vielfalt geht durch Monopolkämpfe verloren und Konkurrenzdenken schadet mehr, als das es hilft. Autoren und Anbieter müssen aufhören Modelle zu bedienen, die suggerieren, dass Lesen umsonst ist, um sich gegenseitig zu unterbieten.

Dann hatte ich eine längere Mittagspause. Das muss am leckeren Essen gelegen haben. An dieser Stelle muss ich auch nochmal das herrliche Frühstück erwähnen. Es gab eine fantastische Auswahl an Aufstrichen von Teekesselchen.

In meiner zweiten Sessionrunde ging es um Gendermarketing bei Kati. Das ist auch ein Thema, das mich nicht nur als Autorin beschäftigt – im Science Fiction Bereich wird einem als Frau ja immer noch ein männliches Pseudonym nahegelegt – sondern auch als Mutter. Ich habe zwei Söhne, die beide Pink mögen und dafür schon im Kindergarten ausgelacht wurden und das nicht nur von Kindern. In der Schule bekommen meine Söhne noch Hausaufgaben mit der Überschrift „So sind Mädchen, so sind Jungen“. Kinder und Lego bieten plötzlich alternative Produkte für Mädchen in rosa und lila an und das Zeug scheint sich auch noch zu verkaufen. Wer trägt nun die Verantwortung für das Rosa-Blau-Prinzip? Die Eltern, die ihren Kindern weitergeben, was sie selbst gelernt haben? Die Schulen und anderen Betreuungseinrichtungen, die in der Genderfrage teils noch rückständig unterrichten? Die Firmen, die durch Werbung und Angebot den Markt beeinflussen? Die Verbraucher, die Genderartikel bestellen und kaufen? Wir sind ein System, keine unabhängigen Einzelteile. Die Verantwortung liegt bei uns allen und kann nicht einfach an einen anderen abgeschoben werden, denn so durchbricht man keinen Kreis.

Nach dem emotional sehr aufregenden Thema, hat es mich in die Session von Nicole Neubauer gezogen, die mit viel Herz über Motivation gesprochen hat. Was können wir tun, wenn wir nicht weiter kommen oder diese fiesen Stimmen hören, die uns klein reden. Sie vergleicht diese Stimmen mit Dementoren und plädiert dafür, dass sich jeder einen persönlichen Patronus erschafft. Wie das geht, hat sie auch verraten. Zuerst einmal müssen wir einen Exorzismus vornehmen. Die Stimmen in unserem Kopf sind nicht körperlos und ohne Zusammenhang. Es sind meist Menschen, die einen gemeinen Eindruck bei uns hinterlassen und uns klein geredet haben. Lehrer, Eltern, Freunde, Rezensenten und auch die Probleme anderer Autoren, denn negative Strömungen beeinflussen nachweislich unser Gehirn. Wenn wir wissen, wen wir hören, hilft uns das Bewusstsein darüber dabei, denjenigen zu vertreiben. Als Gegengewicht dazu müssen wir Stimmen suchen, die uns gut tun.

Erfüllt von all den positiven Stimmen, bin ich in die Session von Annika Bühnemann gehüpft, um mehr über Instagram zu erfahren. Um zu wissen, wie du Instagram für dich nutzen kannst, musst du erst einmal wissen wer du bist, damit die anderen das auch sofort sehen können. Finde einen Stil, achte auf die Qualität und poste regelmäßig. Zwei bis dreimal die Woche sollte Minimum sein. Am wertvollsten waren die Tipps zu den Hashtags, denn dieses Thema überfordert mich etwas. Sie empfiehlt Listen, die nach Themengebiet aufgeteilt sind. Ab und an sollte man sie auch aktualisieren, damit sie keinen Staub ansetzen. Instagram hilft dabei, denn bei beliebten Begriffen, werden bei der Suche verwandte Hashtags vorgeschlagen. Auch Geotagging sollte bei den Hashtags nicht unterschätzt werden. Das mache ich auch sehr ungerne. Aber ihre Empfehlung einfach den Raum zu erweitern und Landstriche oder große Städte zu nennen, statt spezifische Orte, ist eine gute Alternative.

Gefüllt mit all diesen Informationen und beseelt von den Treffen mit den vielen tollen Leuten auf dem Camp, konnte ich es am nächsten Tag nicht erwarten, wieder hinzugehen. Zugegeben, der Sessionsturm am Anfang plättete mich wieder und um die passende erste Session zu finden, ist nicht viel Zeit, aber das konnte ich wieder gelassen angehen. Richtig praktisch ist die Übertragung des Sessionplans auf die Internetseite des LitCamps. Das hat mir die Planung erheblich erleichtert und war ein weiteres Detail, das mich schwer begeistert hat. Neben der Slushi-Maschine natürlich.

Meine erste Sonntagssession war bei Juliana Fabula über die Gestaltung von Buchcovern. Das war spritzig, frech und richtig toll. Mit einer Präsentation hat sie uns Beispiele gezeigt und Tipps gegeben, damit sie sich zukünftig nicht mehr die Augen auskratzen muss, wenn man den winzig kleinen Titel gelb auf weiß nicht mehr lesen kann oder von der Schrift das Blut trieft.

Dann wurde es inspirierend mit Eva. Wo kommt die Inspiration her? Wie finden wir Ruhe? Welche Tätigkeiten können und dabei helfen unseren Kopf zu leeren oder zu füllen und welche Reize sprechen uns an? Die Runde war ungemein kommunikativ, mit regem Austausch zwischen den Teilnehmern und fachlich fundierten Erklärungen von unserer Literaturwissenschaftlerin Eva.

Der Abschlusstusch für mich war Maggos Weltenbau. Ich stimme allen Fans seiner Stimme uneingeschränkt zu, wenn sie davon entzückt sind, aber sein Wissen steht der herrlichen Akustik in nichts nach. Seine Art an den Weltenbau heranzugehen ist einmalig. Gezeitenströme zu nutzen, um die klimatischen Rahmenbedingungen herauszufinden, gesellschaftliche Zwänge im Auge behalten, um Verhalten der Charaktere zu bestimmen. Er hatte Tipps über Tipps parat und präsentierte alles in einer humorvollen Leichtigkeit, die ich schon von den Pen&Paper Abenteuern mit ihm gewöhnt bin und die mich auch da, jedes Mal aufs Neue, faszinieren.

Zum Schluss war ich noch ein Engel und habe geholfen. Das ist auch ein ganz tolles Konzept und ich kann nur jedem empfehlen sich einzutragen. Die Aufgaben sind größtenteils selbsterklärend, es ist auch eine Hilfestellung im Kontakteknüpfen für scheue Leute und es ist einfach richtig etwas zurückzugeben.

Einziger Wehrmutstropfen bleiben die vielen tollen Sessions, die ich hier nicht vorstellen kann, weil ich mich nicht vervielfältigen konnte. Aber ich freue mich riesig, dass einige bald schon bei YouTube zu sehen sein werden. Die Livestream Idee und Umsetzung ist klasse.

Es ist wirklich beeindruckend wie viel wir für so wenig Geld bekommen haben, so dass sich wirklich jeder die Teilnahme am Camp leisten kann. Das wäre ohne Sponsoren nicht machbar. Vielen Dank.

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Ich fand die Idee, die Sessionräume nach Sponsoren zu benennen toll.

Vielen Dank, liebes LitCampTeam, für dieses unvergessliche Wochenende. Und vielen Dank, ihr tollen Menschen, die ich treffen durfte.

Darf ich vorstellen? Das Nornennetz!

Das Nornennetz ist ein tolles Netzwerk für Autorinnen der Fantastik. Interesse? Schau vorbei.

Textflash - Michaela Stadelmanns Autorenseite

Es begann auf Twitter mit der Einladung der Mörderischen Schwestern:

https://twitter.com/nike_leonhard/status/864099371205488641

Aber was ist mit uns Fantastik-Autorinnen? Auch wir können von so einem Netzwerk profitieren und so war die Idee zum Nornennetz geboren.

Die Nornen, Schicksalsfrauen der Edda, trugen klingende Namen wie Schicksal (Urd), das Werdende (Verdandi) und Schuld (Skuld) und verkörperten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie lenkten nach der Vorstellung der nordischen Mythologie die Geschicke der Götter und der Menschen. Wir haben diesen Namen gewählt, weil es unser Ziel ist, Fantastik-Autorinnen zu fördern und bekannter zu machen.

Du bist weiblich, schreibst auch Fantastisches und willst dich vernetzen? Du findest uns bei Facebook und Twitter:

https://www.facebook.com/Nornennetz-1180840268694113/?fref=ts

https://twitter.com/Nornennetzwerk

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