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Lust & Laune

Der kreative Wahn der Elenor Avelle

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Buch des Monats

Was ist meine Arbeit wert?

Der vierte Teil von #BuchdesMonats ist, wie versprochen, ein wenig anders als üblich.

Das eigene Buch herauszubringen ist ein Schritt, der Mut erfordert. Schriftsteller entblößen dabei immer auch einen teil ihrer Seele. Für mich ist es die Erfüllung eines Lebenstraums. Infiziert ist mein erster Roman, mit dem ich mich an die Öffentlichkeit wage. Ich liebe die Geschichte, die Figuren und die Entwicklung. Was mir dabei schwer fällt, ist die Selbstvermarktung. Mittlerweile gehört das einfach dazu und gerade als Selfpublisher kommt man daran auch nicht vorbei. Doch nicht nur dieser Punkt ist knifflig. Als ich mein Werk für die Veröffentlichung eingestellt habe, war eine große Frage, wieviel soll es denn kosten. Fünf Jahre habe ich unzählige Arbeitsstunden in die Bearbeitung gesteckt, damit es richtig gut wird und jeder Leser soviel Freude daran hat wie ich.

Der Preis, der auf dem Markt für ein Taschenbuch der Seitenstärke von Infiziert verlangt wird, sind 14,99 Euro. Davon darf ich 1,50 Euro behalten. Zum Vergleich: Bei einem Preis von 11,99 Euro verdiene ich gerade mal 3 Cent/Stück. Das sind nur drei Euro Unterschied für den Käufer, aber ein riesiger für den Autor.

Das E-book ist eigentlich teurer veranschlagt, als ich es dann eingestellt habe. Mit 7,99 Euro ist es deutlich günstiger, als es sein sollte.

Trotzdem war ich am Überlegen, ob ich die Preise nicht senken soll, denn wer kauft heutzutage schon ein Buch zu solchen Preisen? Mehr als 10 Euro für ein Taschenbuch? Nie im Leben! Dass der Autor, der Jahre an Arbeit in sein Werk gesteckt hat, dann draufzahlen muss, statt für seine Mühen etwas zu verdienen, scheint vielen nicht klar zu sein, oder einfach egal. 2000 Euro habe ich vorneweg investiert, damit die Leser am Ende der Kette wirklich etwas von meiner Geschichte haben. Das heißt, ich muss über 1333 Bücher verkaufen, bevor ich überhaupt in den schwarzen Zahlen bin. Verdient habe ich dann noch nichts an meiner Arbeit. Bei solchen Rechnungen fragt man sich nicht mehr, wieso viele hadern ein Lektorat zu bezahlen. Ich will es nicht missen, denn ich halte es für eine gute Investition. Ich habe viel gelernt, mein Text hat davon profitiert und dadurch profitiert natürlich auch der Leser.

Wer Bücher, die gerade neu auf dem Markt sind, nur für Dumpingpreise kaufen will, sollte sich fragen, ob er selbst auch kostenlos arbeiten oder für seine Leistung noch draufzahlen möchte. Faktisch ist das Verlangen nach billigen Angeboten nämlich nichts anderes als das Verlangen, das andere ohne Gehalt für einen arbeiten. Vielleicht sollten wir einfach weniger konsumieren, dafür aber zu anständigen Preisen. Ein einziger Käufer, dem mein Buch die drei Euro mehr wert ist, ersetzt 50 Käufer, die lieber drei Euro sparen.

Zum Schluss:

Bei den Federn und Kleksen möchte ich euch ein paar Punkte nennen, die meine Testleser mir gesagt haben:
Die Beschreibungen des Settings sind toll.
Charlie ist ein starker Charakter.
Das war so aufregend, dass ich zwischendurch Pausen machen musste.
Mehr Infos über die Vergangenheit der Leute wären schön.

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Einen Blick unter den Rock

Es ist Zeit für den zweiten Teil von #BuchdesMonats im Juli. Dieses Mal ist es Infiziert. Im letzten Beitrag haben wir uns das Cover angesehen und in diesem werfen wir einen Blick auf den Inhalt.

Charlie lebt in einer postapokalyptischen Stadt. Sie kämpft mit ihrer Machete, und mit Hilfe ihrer außergewöhnlichen Kletterkünste, um das Überleben ihrer Gruppe. Doch nicht nur die Infizierten sind gefährlich. Plötzlich tauchen Plünderer auf, die wie Heuschrecken über alles und jeden herfallen. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel, das nur einer gewinnen kann. Und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Schatten, der Charlie über die Dächer der Stadt folgt, ohne ihr jemals nahe zu kommen. Als sie erkennt, dass ihre Immunität gegen das Virus kein Zufall ist, muss sie sich einem ganz neuen Feind stellen – ihrem Erbe.

Wieso ausgerechnet Zombies und wie mich die Charaktere verrückt gemacht haben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag, wenn es heißt: Jetzt wird es persönlich.

#BuchdesMonats Juli

Es ist Juli, Zeit für ein neues #BuchdesMonats. Der Juli ist für mich in diesem Jahr ein ganz besonderer Monat, denn ich erfülle mir einen meiner großen Lebensträume: Ich bringe meinen ersten Roman heraus. Es ist eine wahnsinnig aufregende und spannende Zeit, die ich mit euch feiern will. Deswegen veranstalten die Charaktere aus Infiziert – Geheime Sehnsucht am 08.07. eine Release-Party für euch. Auf Twitter, Facebook und Instagram werden sie zwischen den Buchseiten hervortreten, um mit euch zu sprechen. Wenn ihr ihnen auf ihre Fragen antworten könnt, werfen sie ein Los mit eurem Namen in den Lostopf, denn zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: Ein signiertes Exemplar von ‚Infiziert‘. (Twitter, Facebook und Instagram haben mit dem Gewinnspiel nichts zu tun und sind nur die Plattformen, die ich für die Veranstaltung nutze. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ihr kennt das ja ^^).


Wie üblich schauen wir uns jetzt im ersten Teil von #BuchdesMonats das Cover an. Kreiert hat es die wunderbare Christin Thomas von Giessel_Design. Wer schon bei anderen Büchern des Monats den Coverbeitrag gelesen hat, weiß, dass ich sehr viel von Stimmung halte. Ich mag es gerne, wenn ich auf ein Cover gucke und alleine der Blick schon ein Gefühl heraufbeschwört. Deswegen liebe ich das Cover von Christin so sehr. Als sie es mir zeigte, hatte ich sofort das Gefühl, das ich auch beim Schreiben der Geschichte hatte. Es ist düstern, geheimnisvoll, wehmütig und bedrohlich. Im Zentrum steht Charlie mit ihrer Machete. Doch da ist nicht nur das Dämmerlicht des Vergessens, sondern auch der Tag, der durch die Fenster bricht. Draußen gibt es Hoffnung, wenn du nur mutig genug bist, dich hinauszuwagen und nach Antworten zu suchen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Cover von Infiziert ansehe. Vielen Dank für diese tolle Arbeit, liebe Christin Thomas.
Ich hoffe, ihr seid am 08.07. dabei und feiert ordentlich mit. Ab 10:00 Uhr geht es los. Charlie und die anderen erwarten euch.

Klecksen und Federn

Zu meinem Bericht über Die Frau an der Schreibmaschine von Suzanne Rindell fehlt jetzt nur noch mein Fazit. Ich hatte euch schon erzählt, worum es geht, wie ich das Cover finde und ein paar Gedanken herausgepickt, die mir beim Lesen kamen.

Es ist ein wunderbarer Roman über das Leben in den 20er Jahren. Er ist stimmungsvoll und spannend, auch wenn die Kriminalgeschichte, die ich erwartet habe, geringer ausfiel, als gedacht. Der Schreibstil trägt dazu bei, den Leser noch mehr in den Zeitgeist zu integrieren, da er wirklich gut mit den Gedankengängen der Hauptprotagonistin harmoniert.

Deshalb vergebe ich eine Feder, für die meisterliche Darstellung. Die Geschichte spielte sich in meinem Kopf ungemein plastisch ab, als würde ich einen Film sehen.

 

Eine weitere Feder vergebe ich für den Aufbau der komplexen psychologischen Entwicklung von Rose. Es war faszinierend ihrem Wandel  zu beobachten.

 

Was mir gar nicht gefallen hat, war das Ende. Es erschien mir zu abrupt und es war die einzige Stelle, an der ich Rose Gedanken nicht nachvollziehen konnte, als wäre ich plötzlich aus ihrem Kopf geflogen. Das war ungefähr so frustrierend, als wäre kurz vor Ende des Films der Fernseher ausgegangen.

Ich habe das Buch trotzdem sehr gerne gelesen, gerade aufgrund der wunderbaren Stimmung und emotionalen Stimmigkeit. Den Ausgang der Geschichte bewertet auch jeder anders. Manche mögen das Ende besonders gerne, weil sie es überraschend finden.

Andere Rezensionen zu dem Buch findet ihr bei:
Die Tipperin

Paper and Poetry 

Die Buchrebellin

 

 

Jetzt wird es wieder persönlich!

Im Juni ist mein #BuchdesMonats: Die Frau an der Schreibmaschine. Wir haben einen Blick auf das Cover geworfen, wir haben uns einen Überblick über den Inhalt verschafft.
Heute lasse ich meine Gedanken schweifen, wie sie mir beim Lesen kommen.

Im Allgemeinen habe ich das Gefühl in einem alten Film zu stecken, während ich lese. Die Stimmung der 20er Jahre ist so herrlich eingefangen. Rose hält sich für unglaublich bieder und erzählt gerne von den weiblichen Tugenden, die ihr die Nonnen beigebracht haben. Dabei ist sie selbst eine ledige Frau (und auch nicht auf der Suche nach einem Mann) und geht einem Beruf nach, der nicht gerade für eine Dame geeignet ist. Natürlich ist sie keine Polizistin, sie hält sich gerade so am Rand der schwelle zur Emanzipation und lästert von dort aus über die Tugendlosigkeit der Frauen, die rauchen und sich die Haare kurz schneiden. Ich finde es überhaupt nicht verwunderlich, dass Odalie so ein leichtes Spiel mit ihr hat. Sie lechzt ja förmlich danach sich hinreißen zu lassen.

Sehr erheiternd finde ich die gelungenen Beschreibungen der Sittsamkeit. Die Badeanzüge zur damaligen Zeit waren tatsächlich noch das, was ihr Name verheißen lässt: ein Anzug. Solange die Wächter über die guten Sitten (damalige Rettungsschwimmer hatten offensichtlich mehr zu tun ^^) nicht hinguckten, hat man die Beine aufgerollt. Aus der heutigen Sicht erscheinen einem diese Vorschriften total merkwürdig.

Der arme Lieutenand Detektiv. Er gibt wirklich alles, aber an Rose gehen seine Annäherungsversuche so vollkommen vorbei. Sie denkt sogar, dass er sie ärgern will und sie überhaupt nicht leiden kann. Wunderbar subtil geschildert.

Rose kommt mir immer wieder vor, wie ein Soziopath. Sie betrachtet alles mit einer berechnenden Gefühlskälte, die mich irritiert. Und dabei ist sie so naiv.

Nach einer Kriminalgeschichte suche ich noch. Irgendwie habe ich mir nach dem Klappentext mehr Polizeiarbeit vorgestellt, aber das kommt eigentlich nicht so viel vor.

Mein Fazit zum Buch erhaltet ihr nächste Woche, wenn es ans Klecksen und Federn geht.

Hüllenlos

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#BuchdesMonats II. für das Junibuch Die Frau an der Schreibmaschine. Letztes Mal haben wir uns das Cover angesehen. Dieses Mal wollen wir uns eine  Überblick über den Inhalt verschaffen.

Rose Baker ist eine Singlefrau aus dem New York der Jahre um 1923. Die Prohibition lebt so richtig auf und die Damenwelt verändert sich unter den Bestrebungen der Suffragetten.
Rose arbeitet als Stenotypistin auf einem Polizeirevier, sieht sich selbst jedoch als klassische bescheidene Frau, die nichts mit den Ausschweifungen ihrer Geschlechtsgenossinnen zu tun hat, die sich die Haare kurz schneiden, rauchen und Alkohol trinken.
Als die Adrette Odalie, als Arbeitskollegin in ihre Leben tritt und sie in die Welt der Flüsterkneipen einführt, wird Rose von den Verlockungen verführt. Odalie wird zum neuen Mittelpunkt von Roses Interessen. Sie lässt sich von ihrer Freundin in ein verwirrendes Leben voller Lügen hineinziehen, die sich auch auf ihre Arbeit im Polizeirevier ausweiten. Wie weit kann sie noch in die geheimnisvolle Welt von Odalie vordringen, ohne davon verschlungen zu werden?

Welche Gedanken mir beim Lesen durch den Kopf gingen, erfahrt ihr im dritten Teil von #BuchdesMonats Juni.

Das Buch im Juni

Ein neuer Monat und ein neues Buch. Im Juni ist das #BuchdesMonats Die Frau an der Schreibmaschine, geschrieben von Suzanne Rindell, verlegt bei btb.

Wie üblich sehen wir uns im ersten Teil von #BuchdesMonats erst einmal nur das Cover an.

Farblich ist es mit gerade einer Farbe schlicht. Auch die Elemente sind minimalistisch und die Schrift geradlinig. Zum einen ist das in sich sehr stimmig zum anderen vermittelt es eine bestimmte Stimmung. Man sieht auf den ersten Blick, worum es in der Geschichte gehen soll. Die Farbwahl, oder besser der Mangel an Farbe und der schwarz-weiß-Effekt, wecken bei mir Assoziationen zu Zeitungen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Frauenfigur, die ja schon durch ihre Frisur, das Make-up und die Perlen ein Gefühl dafür vermittelt, in welchem Zeitrahmen sich die Geschichte bewegt, erinnert an alte Schwarz-Weiß-Filme. Das Cover löst bei mir Emotionen aus, die ich mit der Zeit um 1920 und den Ereignissen dieser Epoche verbinde. Ich stelle mir schon vor dem ersten Blick ins Buch, das Straßenbild der damaligen Zeit vor und die Position der Frau in diesen Jahren. Dadurch ist das Cover in all seiner Schlichtheit hervorragend gewählt.

Gefunden habe ich das Buch durch die Empfehlung von Mel. Was sie zum Buch gesagt hat, das könnt ihr hier nachlesen.

Im nächsten Teil von #BuchdesMonats erfahrt ihr etwas mehr über den Inhalt.

Klecksen und Federn im Mai

Das Geheimnis der Sternentränen ist mein #BuchdesMonats im Mai. Wir haben uns im ersten Beitrag das Cover angesehen. Danach haben wir einen Blick in den Inhalt geworfen. Im letzten Beitrag wurde es dann wieder persönlich, als ich euch meine Gedanken beim Lesen verraten habe. Im vierten und letzten Beitrag für das #BuchdesMonats im Mai, erfahrt ihr mein Gesamturteil über Das Geheimnis der Sternentränen und ich vergebe Federn für Elemente, die mir besonders gut gefallen haben und Kleckse, wenn mich etwas gestört hat.

Das Geheimnis der Sternentränen ist eine Mischung aus klassischer Fantasy und Sci-Fi. Die Geschichte lebt von vielen tollen Ideen und den gut durchdachten Völkern auf den zwei Planeten. Es gibt so viele wundere Details. Das hat mich begeistert.

Für die Idee eine mittelalterliche und eine futuristische Geschichte zu verschmelzen, vergebe ich eine Feder.

 

 

Die tollen Ideen zu den Völkern, wie die Schwarzfeuer, die schwarzen Stürme, den Umgang der gezüchteten Frauen auf der Erde mit regulierenden Substanzen, die Darstellung der eingeschränkten Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit, ist mir auch eine Feder wert.

 

Für die Umsetzung muss ich leider einen Klecks vergeben. Die Zusammenhänge werden oft so abgekürzt dargestellt, dass es teilweise schon plump wirkt und das macht es manchmal schwer die Beweggründe der Charaktere nachvollziehen zu können. Gerade die Beziehungen zueinander werden oft einfach als plötzlich gegeben dargestellt. Er kam, sah und war verliebt.

Die tolle Idee hinter der Geschichte und auch die Figuren selbst und die Gesellschaft in der sie leben, machen das Buch trotz aller Abkürzungen lesenswert. Mir hat es sehr gut gefallen und ich hätte mich darüber gefreut, wenn es ein Mehrteiler geworden wäre, in dem genug Platz gewesen wäre, um all die Lücken mit Leben zu füllen.

Auch im Mai wird es persönlich

Hier kommt er nun, der dritte Teil von #BuchdesMonats Mai, Geheimnis der Sternentränen. Wir haben uns bereits das Cover angesehen und einen Blick unter die Hülle auf den Inhalt geworfen. Wer #BuchdesMonats auf meiner Seite verfolgt, weiß, dass ich in dieser Folge der vierteiligen Rezension meinen Gedanken freien Lauf lasse und euch erzähle, was mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist. Die Kritik hat allerdings nur am Rande etwas mit meinem Gesamturteil über das Buch zu tun. In #BuchdesMonats stelle ich euch ausschließlich Bücher vor, die ich wirklich gerne gelesen habe.

Nun aber zu meinen Gedanken:

Das in der Geschichte zwei Welten vorkommen, eine futuristische und eine mittelalterliche, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig, dass sie durch ein Portal miteinander verbunden werden. Die Heldin auf der futuristischen Erde ist Wissenschaftlerin. Umso verwunderlicher ist ihr intuitiver Umgang mit der Forschung am Portal. Sie hat keine fundierten Kenntnisse über die Funktionsweise, ihre Ratten kommen als Aschehäufchen wieder raus, aber was soll’s, wir hüpfen da jetzt trotzdem mal rein, weil sie das Gefühl hat, sie kann das irgendwie steuern. Ihr ist so, als könnte sie sich sogar ganz woanders hinschicken, indem sie einfach daran denkt. Diese Erläuterungen fühlen sich wie Abkürzungen an. Hier wäre es mir lieber gewesen, wenn Jade gründlicher überlegt und wissenschaftlich untersucht hätte.

Auch die Begegnung von Jade und Ranon und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander ist komprimiert. Gesehen, verliebt. Ich kenne dich nicht, aber ich werde dich vermissen. Wieso?

Im Sci-Fi Teil der Geschichte befinden wir uns in einer Nachkriegsgesellschaft, die von Frauen geführt wird. Männer sind zu Handlangern degradiert. Die Gesellschaftsform und ihre Wandlung zu früher finde ich interessant. Dazu hätte ich mir eine ausführlichere Beleuchtung des Hintergrundes gewünscht. Weil sie es mit ihrem Atomkrieg versiebt haben, reicht mir als Erklärung dahinter nicht.

Die letzte Präsidentin der Welt hieß Jolie-Pitt. An der Stelle musste ich schon ein wenig lachen. Zumal das für mich das Konstrukt der Unterordnung von Männern noch verwirrender machte. Immerhin war eine Frau an der Herrschaftsspitze, als alles den Bach runterging.

Die neue Welt der Zukunft besteht aus der Erdrepublik United States of China and Amerika (USCA). Das waren die beiden Großmächte, die trotz einer vereinten Welt, einen Atomkrieg miteinander geführt haben. Ich weiß nur nicht so recht, wieso sie dann als Sieger hervorgehen und der Zusammenschluss erscheint mir geografisch auch irgendwie schwierig.

Zentral im neuen System sind sogenannte Türme. Die wurden schon vor dem Krieg gebaut. Warum sie allerdings so wichtig sind, wird nicht wirklich ausgeführt. An der Stelle hätte ich mir auch eine ausschweifendere Erklärung gewünscht.

Die Welt der Erde gefällt mir sehr gut. Die Frauen nehmen ständig irgendwelche Substanzen, um zu funktionieren und sie werden zweckorientiert gezüchtet. Das finde ich wirklich gut dargestellt und die moralischen Fragen, die aufgeworfen werden gefallen mir.

Als die Soldaten der frauendominierten Erde auftauchen und es alles Männer sind, musste ich schmunzeln. Sie vergleichen ihren Staat mit einem Bienenvolk, Königin, Kriegerinnen, Arbeiter, aber die Krieger sind Kerle?

Gerade der Anführer der sogenannten Zhànshì, ist besonders kontrovers. Er hält Jade eine Waffe an den Kopf und sie denkt darüber nach wie anziehend er ist. Sie hechelt mir insgesamt etwas zu viel. Auch wenn sie kaum mit Männern in Kontakt gekommen ist, müsste ihre Konditionierung doch nicht bei jedem männlichen Wesen gleich aussetzen. Das macht ihr Interesse an Ranon auch irgendwie so bedeutungslos. Sie fliegt ja auf alle Kerle.

Der Hintergrund mit den Drachen auf der mittelalterliche Welt, gefällt mir wirklich sehr gut.

Was mich irritiert sind die ganzen technischen Geräte, die im Laufe der Geschichte als Elemente der mittelalterlichen Welt auftauchen, wie zum Beispiel eine Art Laptop. Eine striktere Trennung – Technik in der futuristischen Welt, Magie in der mittelalterlichen – wäre mir lieber gewesen.

Ranon hat Fähigkeiten. Er benutzt sie, hat dadurch Schmerzen und sagt im nächsten Moment, es mache Spaß. Ein Masochist, wie es scheint ^^

Grundlegend habe ich immer wieder gedacht: Wieso so kurz? Dazu will ich mehr wissen! ^^

Soweit zu meinen Gedanken. Wenn ihr mein Gesamturteil lesen wollt, dann seid beim vierten und letzten Teil von #BuchdesMonats Mai dabei, wenn es heißt: Klecksen und Federn.

 

 

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